Mit dieser rechtlichen Maßnahme wollen die Gruppen die Umwelterklärung des Flughafens Montijo (EIS) aufheben, mit der die Entwicklung genehmigt wird. In diesem Fall sind die Anwälte der Ansicht, dass die portugiesischen Behörden keine verlässlichen Bewertungen durchgeführt haben und stattdessen lediglich vorgeschlagen haben, die Vögel, die von der Wiederherstellung der Randbereiche des Schutzgebiets betroffen wären, zu „verlagern“, um etwaige negative Auswirkungen des Flughafens auszugleichen. Das Versäumnis, die Umweltauswirkungen eines Projekts vollständig zu bewerten und darauf hinzuweisen, dass Vögel stattdessen einfach in nahe gelegenen Salzwiesen leben können und werden, ist ein klarer Verstoß gegen EU- und nationale Gesetze.

Laut den Portugal News, Sagte der portugiesische Infrastrukturminister Pedro Nuno Santos

„Wir begrüßen diese Entscheidung, weil sie eine fünf Jahrzehnte dauernde Blockade beim Bau des neuen Flughafens von Lissabon beendet“, und fügte hinzu, dass es „keine umweltneutralen Flughäfen“ gibt.

Der Luftwaffenstützpunkt erstreckt sich über eine große Fläche – rund 1.000 Hektar und ist damit etwa dreimal so groß wie der Flughafen von Lissabon – und ermöglicht es dem derzeitigen Militärflugplatz, seinen Betrieb fortzusetzen, während ein ziviler Flughafen gebaut wird.

Soledad Gallego, Anwalt für Wildtiere bei ClientEarth, sagte: „Die portugiesische Regierung ist gesetzlich verpflichtet, die Vögel und Lebensräume zu schützen, deren Überleben von diesem einzigartigen Naturgebiet abhängt. Die Genehmigung dieses Flughafens würde dieses wichtige Feuchtgebiet erheblich verschlechtern. Die portugiesischen Behörden haben nicht berücksichtigt, dass dieses Projekt die Integrität dieses unersetzlichen Naturschutzgebiets beeinträchtigen würde. Das Beharren trotz des unnötigen Risikos für die Natur ist ein offensichtlicher Verstoß gegen die EU- und nationalen Naturgesetze und kann nicht unangefochten bleiben. Der Flughafen Montijo könnte weitreichende Konsequenzen haben, die weit über die portugiesischen Grenzen hinaus zu spüren sind. Wenn Sie dies nicht berücksichtigen, werden die Natur, die Menschen und das Klima irreversibel geschädigt. “

Organisationen, die die Klage eingereicht haben: SPEA; Almargem; ANP / WWF Portugal A Rocha Portugal; FAPAS; GEOTA; LPN; NULL



Markus Wischenbart