1. April 2020

Führende russische Hoteliers baten die Behörden um Unterstützung

Das Management der größten russischen Hotel- und Restaurantketten sowie einer Reihe von Tourismus-, Hotel- und Restaurantverbänden schrieb einen Appell an den Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, Michail Mischustin, und den Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Maxim Reshetnikov. In einem Brief fordern Hoteliers und Gastronomen die Behörden auf, ihre Branche in der Situation mit dem Coronavirus zu unterstützen.

Der Appell, der der Agentur Interfax zur Verfügung stand, wurde von Top-Managern von mehr als 400 russischen Hotels und Restaurants unterzeichnet. Zu den unterzeichnenden Hoteliers zählen Alexis Delaroff (Verwaltungsgesellschaft von Accor Hotels in Russland), Tim Ettelt (russische Hilton Hotels), Aron Libinson (InterContinental Hotel Group in Russland), Machek Myazek (russische Hotels der Radisson Hotel Group), Maxim Brodovsky (Azimut Hotels), Stefan Kure (Marriott Hotels in Russland) und andere. Der Appell wurde auch von Top-Managern von Metropolen wie Baltschug Kempinski, The Ritz-Carlton, Moskau, St. Regis Nikolskaya und anderen unterzeichnet.

In ihrer Ansprache stellen Hotel- und Restaurantmanager fest, dass die Marktkrise „eine beispiellose Tiefe erreicht hat“: Die Auslastung im März ist auf Rekordniveau gesunken, und die Behörden schließen auch viele Einrichtungen. Hoteliers und Gastronomen schreiben, dass sie mit einem Mangel an Geldern konfrontiert sind, daher können sie keine Steuern und Gehälter zahlen und eine Reihe anderer Verpflichtungen erfüllen.

„Die von den Behörden ergriffenen Unterstützungsmaßnahmen sind verspätet und nicht komplex und reichen daher nicht aus, um den Gastgewerbemarkt zu stabilisieren“, fügte der Brief hinzu.

Vertreter von Hotels und Restaurants fordern den Staat auf, für das Kalenderjahr eine Stundung der vom 1. März bis 30. Juni aufgelaufenen Einkommensteuer vorzusehen, ein vorübergehendes Moratorium für Steuerprüfungen einzuführen und eine Reihe anderer Maßnahmen zu ergreifen. Eine weitere Bitte an den Staat besteht darin, Subventionen zur Erhaltung der Arbeitsplätze bereitzustellen.

Wir erinnern daran, dass laut dem World Travel and Tourism Council (WTTC) allein in der russischen Reisebranche derzeit etwa 1,1 Millionen Arbeitsplätze gefährdet sind. In Europa in diesem Indikator der Russischen Föderation – auf dem zweiten Platz nach Deutschland. (tourist.interfax.ru)

Maria Elsenbach



Markus Wischenbart